Nur Verrückte suchen Stress 1999

Die Reise mit meinem Quad 125 Breeze und dem Vespa-Roller von meinem Sohn begann am 07.08.99 um ca. 10.00 Uhr von Augsburg in Richtung Garmisch, weiter nach Innsbruck wir haben uns dann entschlossen wegen den schwerbeladenen Fahrzeugen (jedes c. 50 kg Gepäck) die alteBrennerstraße zu fahren, wir kamen an diesem Tag jedoch nur bis nach Mules (bei Stertzing,Vipiteno) weil jeder von uns, 1. einen Hintern aus Leder hatte, 2. ausserdem einen Mortz Kohldampf.
Es waren zwar nur ca.270 km,geplant hatten wir so um die 500 km aber nach 8 Std. Stress durch die Alpen, verbunden mit Ständigem Regen,Tanken (Quad 7l. tankinhalt /Roller 5l) und Pausen war der Tag für uns gelaufen. Wie man auf dem Bild erkennen Kann. (Vollbepackt und fern der Heimat),

Der zweite Tag war etwas schwieriger,als wir um ca. 8.00Uhr in Mules uns auf die nächsten 300 km Richtung Venedig auf der S12 und das bei einem sau wetter (Regen) auf den weg machten,hatte jeder von uns noch einen schweren Kopf (vom vor-Abend,der gute süd-Tiroler Wein) aber nichts konnte uns Stoppen, es ging weiter bis Bozen wo wir einige Tassen Kaffee tranken und 1 Stunde Pause machten.

   

                                                          

Dann gings ausgeruht und vollgetankt weiter nach Trento, wir bogen dann auf S47 ab fuhren am rande der Trentiner berge, bis nach Bassano del Grappa, ab hier war ein wunderbares Wetter ca. 30.°C unsere Leder Kombis trockneten sehr schnell, na ja wir fühlten uns wieder wohl.
Suchten dann eine Straße die uns nach Montebelluna aber wir hatten pech, es war nur eine schlechte Landstraße,was für mein Quad und die kleine Vespa eine ziemliche belastung war.
In Montebelluna gings dann auf die S348 nach Treviso.
Man konnte schon das Meerwasser richen, trotz unserer müdichkeit gings noch weiter bis Mogliano-Veneto dort angekommen ging sofort die suche nach einem hotel los,wir fanden auch eins.
Wir wurden ausgenommen wie eine Weinachtsgans es gab nichts zu Essen, nur einzelzimmer und die im 2.Stock ohne Treppen-geländer (ich mit meinen Krücken) es war das einzige Hotel in der gegend, na gut, zuerst schauten wir nach den Fahrzeugen,da war alles in ortnung. Ich ging dann von überlegung aus,was du nicht essen kannst mußt du Trinken ,das taten wir auch,denn nach 10 Stunden fahrt war mir das egal, als wir ins Bett gingen mußte ich halt auf meiem Hintern die Treppen hoch,aber schon wieder einen schweren Kopf am nächsten tag??.wie gesagt es war egal. Am 3.und letzten Tag mußten wir ja nur noch ca.30km bis nach Venedig fahren,Angekommen in Venedig suchten wir den Hafen und den anlegeplatz der Fähren nach Corfu . dann gings ab zum Zoll als dort Frau fertig war mußten wir nur noch auf die Fähre der MINOAN-LINES warten.

Endlich kam die Fähre an,dann begann das entladen,was von 10.00 - 16.00 Uhr dauerte ,ich hatte zuvor noch nie so etwas gesehn ca. 200 PKW ,150 Wohnmobiele, 200 LKW ,150-200 Motoräder, und ca.1000 Personen und das auf 4 Stockwerke nur zum Laden, es war ein Traum,und jeder wurde vom zoll kontroliert.
Nach dem Beladen um ca.19.30 legte die Fähre ab,für die nächsten 29 Stunden auf See. Unsere Fahrzeuge waren im Campingdeck(3 stock) unter gebracht(siehe Bild unten).
Ab jetzt begann erst richtig unser Urlaub,wir schauten uns erst einmal auf der Fähre um,danach gingen wir im Pool schwimmen, um uns auch von innen abzukühlen später an die Pool-bar. Die restliche zeit verlief total Stress los.

Meine Frau und mein Sohn beim Entspannen.Ikl. Fahrzeuge

Als die Fähre Nachts (ca.23 Uhr) im Hafen von Corfu anlegte begann das Abenteuer von vorne ! Wo ist unser Hotel ??? wir sprachen kein Griechisch,die Griechen kein deutsch oder englisch. Mit sehr viel gedult erfuhren gegen 2 Uhr es sei ca. 5 km vom Hafen entfernt. der Ort hieß Dassia. an der Daphnila-Bay.Zuerst zogen wir uns aus,Motorat kombi und Helm runter,denn bei 28°° grad um diese Uhrzeit kamen im T-Shirt schon zum Schwitzen.
Gegen 3 Uhr erreichten wir unser hotel, der Servise dienst vom Gregotel war erstaunt über unsere Fahrzeuge,und fragte wo wir her kamen natürlich gaben wir ihm Auskunft,zeigten unsere Reservierungen,der gute mann machte uns klar wir dürfen nicht bis ans Bungalo fahren,na gut wir luden unser fahrzeuge ab und gingen zu fuß jetzt nur ab ins Bett.
Am nächsten tag hatten wir echte probleme , denn ich hatte ein Behinderten gerechtes Hotel gebucht und was wars ein Sporthotel 500m bis zu Strand,und das einen Berg runter ca 45% kurz um es war einziges kaos.
Ich fuhr trotz dem mit meinem Quad runter zum Strand,(Bild unten)

Am zweiten Tag gings dann erst Richtig los ,Reisebüro anrufen,und die ganze sache abklären lassen den Veranstallter (die TUI ) anrufen,so weit gut ,wir mußten ein paar stunden warten bis wir bescheid bekamem,die klärung war soweit korrekt es war ein fehler von der TUI ,im Katalog war dieses Hotel als Behinderten-gerecht beschrieben, aber vor ort war es ein schönes Sporthotel.
Man macht uns den vorschlag ,auf Kreta sei ein gerechtes Hotel für mich,was ich natürlich nicht an nahm, so mit war die sache für mich gelaufen. Ich mußt mich 12 Tage über treppen (ohne geländer) auf und ab Quälen ich bekam die erlaubnis bis an den strand zufahren. Aber was mich wütend machte das immer wieder auch Merzedes und BMW fahrer das selbe taten (nur deutsche) sie fuhren bis zum strand. Mein Pech war Ich hatte keine dicke Geldbörse, ich war nur ein stink normaler Behinderter der soll schauen wo er bleibt. So die meinung des Hotels,ich hätte mich zuhause besser Infonmieren müssen .

     

                                                    

Nach den "Problemen" in den ersten zweiTagen wurden wir vom Hotel Personal hervoragent betreut jeder tag verlief etwas anders .Wir standen morgens um ca. 8 Uhr auf gingen anschliesend Frühstücken ,was sehr reichlich war,danach nichts wie an den Strand um noch einen Platz unter einer Palme zubekommen denn bei 38°° grad im schatten kommt man sehr schnell ins Schwitzen,was uns natürlich immer wieder an die Strandbar trieb.
So gegen 12 Uhr fuhren wir wieder rauf zum Hotel, machten eine kurze Fahrzeug kontrolle ,und ab gings ins Landes-innere durch romantische Bergdörfer wo die leute sehr erstaund waren über mein Quad weshalb wir auch immer wieder an- halten mußten um die Fahrzeuge genauer anzuschauen,immer wieder kam der Spruch Alleman-Spezial nach einiger zeit kamen wir in Roda auf der gegenüber liegenden Seite der Insel an (Bild oben) wo sich ein km-langer Sand strand befand ,was für mich und mein Quad sehr erfreulich war,ich konnte mich endlich ein bisschen austoben! um ca. 18Uhr gings dann wieder zurück nach Dasia ins Hotel,danach ab in die Badewanne sauber gewaschen und korekt gekleidet begaben wir uns zum Abenessen was auch sehr gut und reichlich war.Es gab jeden tag ein anderes Länder gericht mal Englisch, Amerikanisch, Italienisch, Deutsche,Französisch, Spanisch und natürlich auch Griechische Küche kurzum gesagt es war Köstlich.Abends dann gings mit einer Famielie aus Bobingen bei Augsburg an die Pool-Bar oder zum Tanzen ,was für mich nicht in frage kam, denn bei 3 Band`s und das jeden Abend kam ich ganzschön aus dem Gleichgewicht was Alkohol so an sich hat.
So verbrachten wir die 12 Tage recht angenehm,lernten nette Leute kennen erfuhren über die Kultur der Insel einiges.

 

Das ist der Hafen von Corfu

Besichtigung der Stadt Corfu, im Hintergrund das Schloß von Kaiserin Sissi

Ja auch der schönste Urlaub geht mal zu ende, wieder auf der Rückfahrt nach Venedig die See war anfangs sehr ruhig aber nach ca. 5 Std.begann estwas Stürmisch zu werden Windstärke 8-9, von etwa 600 Persohnen an Bord standen 200 an der Reeling und was die machten kann man sich ja denken wir suchten uns ein lauschiges Plätzchen zum übernachten, fanden auch eins (neben dem Auspuf) da wars schön warm bei nacht,denn jeder konnte sich hinlegen wo er einen Platz fand.

 

Hier Blick auf das Hubschrauberdeck, im Hintergrund ein gutes Caffee (Innerliche Abkühlung)

Auf Deck 7 konnte man mal auch in den Pool hüpfen um sich Äußerlich ab zukühlen

Ja Corfu liegt nach 25 Std. fahrt weit zurück noch ca. 4 Std. bis nach Venedig.
Wir Liefen um ca. 12 Uhr in Venedig ein waren eine Stunde später von Bord und durch den Zoll dann kam noch eine kurze pause (Besprechung der Heimfahrt) denn mein Sohn und meine Frau waren der meinung wir sollten bis Augsburg Nonstop durch fahren, Also los gings, die selbe Strecke zurück. Wir fuhren die nächste Tankstelle an und kauften 2 Reserve Kanister a 5 l. Wir machten sie voll und bezahlten für 20 l Benzin und zwei Kannister runde 70-. DEM.
Bis nach Bozen (ca 20 Uhr) gings ja recht zügig aber dann den alten Brenner wierder hoch, ein einziges Caos ( Temperaturunterschied von 30°Grad) wir froren uns den Hintern ab, die Pausen wurden immer länger zum aufwärmen, die Fahrzeuge waren besser intakt als wir.
Etwa 2 km vor der grenze Italien-Östereich ging uns der Sprit aus, kanister raus und ab zur nächsten Tankstelle (Stadt Brenner) wieder 2 Std verloren egal es wir hatten wieder Benzin fuhren bis zur grenze mittler weile war 24 Uhr.Es zeit für einen guten heißen Kaffee nach einer Stunde fuhren wir wieder weiter richtung Innsbruck noch eine kurze Pause in Innsbruck und dann später noch zum Tanken in Garmisch so kamen wir um 6 Uhr morgens in Augsburg wohlbehalten an

PS. Ich möchte mich bei meiner Frau Elvira und meinem Sohn Marcus herzlichst bedanken, denn ohne sie wäre es nicht möglich gewesen, dieses Abenteuer zu meistern. Außerdem Danke an die Firma E & J für die Technische Beratung bei Pannen.

Bis zur nächsten Reise 2002 ( auf Reisen)